Reiner M. Sowa - „Ein Bestatter und das Enten-Testament"
Reiner M. Sowa gilt schon seit langem als Meister des Bergischen Kriminalromans. Er versteht es, seine Geschichten so zu erzählen, dass Leserinnen und Leser ins Zweifeln geraten, was Realität und was Fiktion ist. Der Autor, der in diesem Jahr auf eine zehnjährige Schaffenszeit als Kriminalschriftsteller zurückblicken kann, verrät: „Ich vermische so lange die Realität mit der Fiktion, bis niemand mehr erkennen kann, was in meinen Romanen das tatsächliche Leben und was meine schriftstellerische Freiheit ist. Es ist ein ständiger Kampf zwischen Kunst und Wirklichkeit. Ich lasse niemanden gewinnen."
Sicher ist bei seinem neuen Roman „Ein Bestatter und das Enten-Testament" nur, dass Ulrich Schwartz, die Hauptfigur des Buches, gewisse Ähnlichkeiten mit dem in Bergisch Gladbach ansässigen Bestattungsunternehmer Fritz Roth hat. Wie schon in seinen früheren Werken wird Ulrich Schwartz mit einem ungewöhnlichen Todesfall konfrontiert, der einmal mehr seine detektivische Leidenschaft entfacht. Das wäre sicherlich völlig normal in Sowas Bestatter-Krimis, wenn diesmal nicht ein Attentat auf den Bestatter ausgeübt würde. Und das im Jubiläumsjahr des Bestattungsunternehmers! Wird Ulrich Schwartz überleben? Nicht überlebt hat allerdings der Zahnarzt Doktor Wagner, der mit einem Kopfschuss in seinem Citroën 2CV gefunden wird, der neben weiteren Enten, wie diese Autos im Volksmund genannt werden, Wagners Garage ziert.
Kriminalhauptkommissar Kascheck tappt im Dunkeln. Auch Barbara Reuter, seine Kollegin im Bergischen Kriminalkommissariat, kann ihm nicht helfen, denn sie hat dieses Jahr private Ziele in den Vordergrund gestellt: Sie möchte schwanger werden.
Gut, dass es im Strudel der Ereignisse einen gibt, der den Überblick behält. Ulrich Schwartz vermutet den oder die Täter unter den Enten-Sammlern. Um in den Kreis der Anhänger dieses Kultautos einzudringen, kaufte er eine Ente, die fortan sein Alltagsauto ablöst. Er entdeckt, dass es eine Art Geheimbund bei den 2CV-Fahrern gibt, was wiederum eine Kette von Ereignissen auslöst, die ihn in Gefahr zu bringen droht.
„Ein Bestatter und das Enten-Testament" besticht durch seine gnadenlose Recherche im Enten-Sammler-Mileau. Mit seiner klaren und einzigartigen Sprache ist Reiner M. Sowa ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der neben den Krimilesern auch Oldtimerfreunde begeistern wird. Es ist der erste Roman, der das Kult-Auto 2CV zum Leitthema hat. Die Schauplätze führen den Leser in Bergische Städte wie Burscheid, Bergisch Gladbach oder Nümbrecht. Zudem spielen Teile der Handlung in Frankreich, dem Geburtsland des 2CV.
Der Autor
Berufliche Laufbahn: Kriminalhauptkommissar und Diplom-Verwaltungswirt, Drogenfahnder, Todesermittler, Dozent für Strafrecht und Kriminalistik an polizeilichen Bildungsinstituten, Vorgesetzter der IPTF-Ministerberater in Bosnien-Herzegowina, Mitbegründer der Polizeiakademie in Sarajewo.
Schriftstellerische Stationen: Herausgeber und Autor kriminalpolizeilicher Literatur seit 1985, Veröffentlichung mehrere Romane (u. a. „Ein Bestatter fährt zur Hölle", „Hurenkommissar"). Sowa gilt als Begründer eines neuen Krimi-Genres, des Bestatter-Krimis.
Er lebt als Autor mit Ehefrau und zwei Kindern im Bergischen Land.
Buchpremiere: 8. November 2009, 11.00 Uhr, im Bestattungshaus Pütz-Roth, Kürtener Str. 10, 51465 Bergisch Gladbach
Reiner M. Sowa: Ein Bestatter und das Enten-Testament, Heider Verlag Bergisch Gladbach, 262 Seiten, Hardcover, € 13,80, ISBN 978-3-87314-448-4

Ein Bestatter und das Enten-Testament: Bergischer Kriminalroman
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